Es brauchte einen Blinddarm, damit Amerika die Akupunktur entdeckte.

Akupunktur ist heute kaum noch jemandem fremd. Nadeln, Punkte, Meridiane – ungefähr so viel wissen wir darüber, selbst wenn wir sie noch nie ausprobiert haben.

Dabei galt die Akupunktur in der westlichen Welt noch vor gar nicht allzu langer Zeit als ziemlich exotisch – und für viele sogar als etwas, das man schlicht nicht ernst nehmen konnte.

Ihre Grundlagen reichen Jahrtausende zurück und stammen aus der chinesischen Tradition. Nach der klassischen chinesischen Medizin gibt es bestimmte Punkte am Körper, durch deren Stimulation sich körperliche Funktionen beeinflussen lassen. Traditionell wurde dies mit dem Fluss des Qi und dem System der Meridiane erklärt.

Die moderne Medizin verwendet dafür natürlich eine andere Sprache. Sie untersucht mögliche Wirkungen auf das Nervensystem, die Schmerzverarbeitung, hormonelle Prozesse und das Gewebe vor Ort.

Doch wie ist die Akupunktur überhaupt ins Blickfeld der westlichen Welt geraten?

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Dazu brauchte es einen Blinddarm

Im Sommer 1971 reiste James Reston, ein bekannter Journalist der New York Times, nach China.

Und bekam eine Blinddarmentzündung.

Das eigentlich Interessante kam erst danach.

In den Tagen nach der Operation litt Reston unter starken Bauchschmerzen, einem unangenehmen Spannungsgefühl im Bauch und quälenden Blähungen. Ein chinesischer Arzt behandelte ihn mit Akupunktur. Reston berichtete später, dass seine Beschwerden nach der Behandlung nachließen.

Und da er nun einmal kein unbekannter Tourist war, sondern einer der bekanntesten Journalisten der New York Times, schrieb er über sein Erlebnis.

Der Artikel erschien am 26. Juli 1971.

Und in Amerika war die Neugier plötzlich riesengroß.

Natürlich war die Akupunktur auch zuvor schon in den Vereinigten Staaten bekannt, unter anderem in den chinesischen Einwanderergemeinschaften. Doch Restons Geschichte brachte sie erstmals wirklich ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit.

Plötzlich begannen Zeitungen und Zeitschriften darüber zu berichten.

Eine chinesische Behandlungsmethode, die bis dahin vielen ziemlich fremd und merkwürdig erschienen war, wurde zum Gesprächsthema in der westlichen Welt.

Eigentlich kann man also tatsächlich sagen:

Es brauchte einen Blinddarm, damit Amerika die Akupunktur entdeckte.

Und was geschah währenddessen im deutschsprachigen Raum?

Während Amerika 1971 durch einen entzündeten Blinddarm auf die Akupunktur aufmerksam wurde, war man in Deutschland und Österreich schon ein gutes Stück weiter.

Ganz ohne Blinddarmentzündung.

Bereits 1951 wurde in München eine ärztliche Gesellschaft für Akupunktur gegründet. Auch in Österreich beschäftigten sich Ärzte schon in den 1950er-Jahren mit dieser damals noch ungewöhnlichen Behandlungsmethode.

1954 entstand die erste österreichische Akupunkturgesellschaft, und 1958 wurde an der Wiener Poliklinik sogar eine Akupunkturambulanz eingerichtet.

Man könnte also sagen: Während Amerika einen Blinddarm brauchte, reichten in Deutschland und Österreich ein paar neugierige Ärzte.

Ganz so einfach war es natürlich nicht.

Denn auch hier begegnete die westliche Medizin der Akupunktur lange Zeit mit Skepsis. Die traditionellen chinesischen Erklärungen über Qi und Meridiane passten nicht so recht zu dem, was man an europäischen Universitäten über Anatomie und Physiologie lehrte.

Doch die Mühlen mahlten weiter – wenn auch langsam.

Immer mehr Ärzte beschäftigten sich mit der Akupunktur, es entstanden Ausbildungsmöglichkeiten, und schließlich wurde auch ihre Wirksamkeit in großen klinischen Studien untersucht.

Ein wichtiger Schritt folgte 2007: In Deutschland übernahmen die gesetzlichen Krankenkassen unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für Akupunkturbehandlungen bei chronischen Rücken- und Kniegelenkschmerzen.

Von der exotischen Kuriosität zu einer Behandlung, die zumindest in bestimmten Bereichen ihren Platz im modernen Gesundheitssystem gefunden hat.

Ein ziemlich langer Weg – mit oder ohne Blinddarm.

Eine kleine 5-Minuten-Routine, um wieder bei dir selbst anzukommen und zur Ruhe zu kommen. Ganz ohne Eile. 😊

Bildmaterial: Zepter · Bearbeitung: GOODS by Amba

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Mehr als fünfzig Jahre nach Reston

Eine weitere Geschichte aus Amerika, diesmal aus unserer Zeit. Ich finde sie gerade deshalb interessant, weil darin nichts Außergewöhnliches geschieht. Und wahrscheinlich können sich viele von uns darin wiedererkennen.

Cherie Rosenberger lebt im US-Bundesstaat Ohio und leidet seit ihrer Kindheit unter Migräne.

In besonders schlimmen Zeiten hatte sie an zwanzig oder mehr Tagen im Monat Migräne. Die Kopfschmerzen wurden von starker Übelkeit, Würgereiz und Erbrechen begleitet. Manchmal blieb ihr nichts anderes übrig, als sich in ein dunkles Zimmer zurückzuziehen und den ganzen Tag im Bett zu verbringen. Natürlich nahm sie auch Medikamente dagegen.

2022 erzählte ihr ein Kollege von der Akupunktur.

Cherie erwartete keine Wunder. Aber sie wollte es ausprobieren.

Nach ihrer eigenen Erfahrung besserten sich vor allem die Übelkeit und die Schwere ihrer Migräneanfälle. Von einer „Heilung“ sprach sie nicht. Auch ihre Medikamente setzte sie nicht ab.

Sie hatte einfach etwas Zusätzliches gefunden, das ihr half.

Im August 2026 veröffentlichte das amerikanische Krankenhausnetzwerk University Hospitals ihre Geschichte.

Und vielleicht ist sie gerade deshalb interessant.

Keine Wundergeschichte.

Sondern die persönliche Erfahrung eines echten Menschen.

Obwohl die Akupunktur heute weithin bekannt und als Methode zur Linderung bestimmter Beschwerden anerkannt ist, hatte ich persönlich bisher noch keine Erfahrungen damit gemacht.

Doch jetzt hat sie auch bei uns Einzug gehalten! Inzwischen verwenden wir den Frellux fast täglich zur Stimulation von Akupunkturpunkten.

Allerdings sehen die Nadeln in diesem Fall nicht so aus, wie man sie sich normalerweise vorstellt. Das Gerät besitzt 36 kleine, vergoldete Spitzen, über die elektrische Impulse abgegeben werden. Dazu wird es sanft auf den gewünschten Akupunkturpunkt gesetzt.

Für meinen älteren Sohn und meinen Mann habe ich eine kleine „Abendroutine“ zusammengestellt, die sie im Liegen vor dem Schlafengehen anwenden können. Zum Entspannen von Körper und Geist und zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens.

Und wie sind unsere Erfahrungen?

Bis jetzt gibt es keine Wunder – aber die haben wir auch nicht erwartet.

Natürlich würde ich mich freuen, wenn mein Sohn mir in ein paar Wochen oder Monaten sagen würde: „Mama, weißt du was? Mein Kopf tut kaum noch weh, und ich schlafe viel besser!“

Wobei er Letzteres tatsächlich schon einmal gesagt hat – auf seine ganz eigene Art.

Als ich ihn am Tag nach der ersten „Behandlung“ fragte, ob er etwas bemerkt hätte, kam nur:

„Keine Ahnung … ich habe gut geschlafen. Das war’s.“

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Vielleicht gut zu wissen

Die Produkte von Zepter sind mir schon seit Langem vertraut. In letzter Zeit hatte ich die Gelegenheit, sie auch als Beraterin noch näher kennenzulernen.

In diesem und einigen weiteren Artikeln erzähle ich vor allem davon, wie wir diese Geräte zu Hause verwenden, welche Erfahrungen wir damit machen und welche wissenschaftlichen Erkenntnisse es dazu gibt.

In meinen Beiträgen können auch Empfehlungslinks enthalten sein, über die ich gegebenenfalls eine Provision erhalte. Das beeinflusst jedoch nicht meine persönliche Meinung. Mein Ziel bleibt es, neugierig, verständlich und möglichst ohne Übertreibungen der Frage nachzugehen, was tatsächlich hinter den Versprechen einzelner Produkte steckt.

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